Die aktuelle Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung zur Finanzlage unserer Stadt macht deutlich, wie ernst die Situation ist. Für den Haushalt 2026 fehlen rund 12 Millionen Euro. Bereits 2025 konnte der Haushalt nur mit einem Kassenkredit von 20 Millionen Euro ausgeglichen werden. Die Gesamtverschuldung könnte sich bis 2027 auf über 150 Millionen Euro summieren.

Für eine wirtschaftsstarke Stadt wie Penzberg ist das eine alarmierende Entwicklung.


„Die Stadt lebt total über ihre Verhältnisse.“

Unser Stadtrat Wolfgang Sacher hat die Lage in der Süddeutschen Zeitung klar benannt: „Die Stadt lebt total über ihre Verhältnisse.

Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 27.02.2026 zum Download!

Diese Aussage ist keine Zuspitzung, sondern eine finanzwirtschaftliche Bewertung. Über Jahre hinweg wurden umfangreiche Projekte realisiert – vom Familienbad über den Ausbau der Fernwärme bis hin zu weiteren Investitionen. Viele dieser Projekte mögen für sich betrachtet sinnvoll sein. Entscheidend ist jedoch die Gesamtbelastung für den städtischen Haushalt.

Wenn strukturelle Ausgaben dauerhaft höher sind als die verlässlichen Einnahmen, entsteht ein Ungleichgewicht. Genau dieses Ungleichgewicht erleben wir derzeit.


Struktur statt Klein-Klein-Debatten

Die öffentliche Diskussion im Stadtrat zeigt, dass es bislang an einer systematischen Konsolidierungsstrategie fehlt.

Aus Sicht der BfP braucht Penzberg:

  • eine vollständige und transparente Analyse aller Ausgaben,

  • eine klare Priorisierung kommunaler Aufgaben,

  • die Überprüfung freiwilliger Leistungen,

  • sowie eine langfristige, belastbare Finanzplanung.

Haushaltskonsolidierung ist kein parteipolitisches Thema. Sie ist eine Pflichtaufgabe der kommunalen Selbstverwaltung.


Angebot zur fachlichen Unterstützung

Wolfgang Sacher, als beruflich verantwortlicher Kämmerer einer anderen Gemeinde, hat angeboten, sein Stadtratsmandat niederzulegen, um den Haushalt kostenfrei und fachlich fundiert auf Einsparpotenziale zu prüfen.

Dieses Angebot wurde abgelehnt.

Die BfP respektiert diese Entscheidung. Gleichzeitig bleibt festzuhalten: Fachliche Kompetenz und strukturierte Vorgehensweise sind zentrale Voraussetzungen, um die Handlungsfähigkeit unserer Stadt zu sichern.


Verantwortung für die Zukunft

Die Diskussion über die Ursachen der aktuellen Situation darf nicht in gegenseitigen Schuldzuweisungen enden. Entscheidend ist, wie wir jetzt handeln.

Penzberg braucht:

  • solide Finanzen,

  • klare Prioritäten,

  • transparente Entscheidungen,

  • und eine nachhaltige Haushaltsführung.

Die Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch auf eine verantwortungsvolle Finanzpolitik. Dafür steht die BfP – sachlich, lösungsorientiert und mit fachlicher Kompetenz.

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